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Drei Wochen Wohlergehen neigen sich dem Ende entgegen - viele Erinnerungen und Episoden werden bleiben. Jedoch sind es nicht nur Eindrücke, die bleiben, sondern auch Abdrücke: Der Wellness-Wahn erfordert, dass man seine sportliche Leistung und die Leistungssteigerung misst. So werden auf dem Ergometer Nuppsis verwendet, die während der Trainingseinheit ständig Blutdruck und Puls messen. Diese Nuppsis saugen sich an der Haut fest - und zwar so sehr, dass die kreisrunden Knutschflecken, die sie hinterlassen, auch noch drei Tage später auf dem Körper zu sehen sind. Nimmt man die Schwimmbrille hinzu, die weitere Kornkreise ins Gesicht zieht, könnte man sogar zu dem Schluss kommen, dass das mit dem Wellness eine schöne runde Sache sei.
In der Schwimmhalle wird aber nicht in erster Linie dem Schönheitsideal
nachgeeifert - das hebe ich mir fürs Freibad und vor allem für den
Surferstrand im Sommer auf. Deshalb gilt meine Verachtung auch den
(meist älteren) Damen, die stets schwimmen, als wollten sie nicht nass
werden. Bloß kein Spritzer ins Gesicht, und erst recht nicht in die
Frisur! Damen, die einem sagen, dass man es doch ruhiger angehen lassen
solle, nur weil man mit dem Kopf unter Wasser ist und nicht wie sie
selbst versuchen, sich gerade so und mit gestrecktem Kopf über Wasser
zu halten und dabei wild mit den Gliedmaßen zu paddeln. Lern Schwimmen,
Mädchen! Lass dich unterduckern! Mach 'ne Arschbombe wie die aus der
Schweppes-Werbung! Gönn dir die Wellnässe. Und jetzt tauch ab, du
Schattenmuräne!
Wie wohltuend Wellness doch für Körper und Geist manchmal sein kann...
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