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Heute ist etwas Erstaunliches passiert. Ich bin früh aufgestanden. Durch meine genetische Prädisposition bin ich eindeutig dem Chronotyp "Eule" zuzuordnen. Ein Nachtmensch also. Ich bin um zwei Uhr nachts noch nicht müde und gehe selten vor vier Uhr ins Bett. Den klassischen Morgen verschlafe ich am liebsten, zudem hasse ich es aufzustehen.
In meiner Welt passiert morgens nichts. Die Nachrichten in den Zeitungen sind für mich meist Schnee von gestern, und Lerchen, also die Frühaufsteher, haben nie Substantielles gegen mein Nachtleben anzubieten.
Man kennt die alte Leier: "Faulpelz, arbeite mal richtig, jeder Mensch
muss Geld verdienen,..." - vermeintliche Lebensweisheiten vermischt mit
Allerweltsfloskeln, unabänderlichen Paradigmen und
Gesellschaftsdogmatik.
Rechtfertigungsphrasen, die gegen diese schwerwiegenden Vorurteile
angehen, helfen da nur bedingt, da ich zusätzlich einen Hang zur
Prokrastination habe. Die Kombination scheint unwiderruflich ins
Verderben zu führen: Nachtmensch + Morgenmuffel + Aufschieber =
Versager auf allen gesellschaftlichen Ebenen.
...wie ich schon sagte: Ich bin früh aufgestanden.
Da bisher nichts Interessantes geschah, ist mir nun langweilig und ich
werde wieder ins Bett gehen. Um auszuschlafen bis morgens 15 Uhr.
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